18. June
 
 Whitney Detour – 16 miles
 
 I was wrong yesterday. I didn’t start the day with wet shoes. I started with frozen shoes!
 
 It was four at night when I put on an additional layer of clothes. It was way too cold…
 At wake-up time I didn’t want to leave my sleeping bag. My socks were still damp from the rivercrossing yesterday. Navigator was ready to go when I tried to get my shoelaces in place. They were somehow stiff. Slowly I realized, that my whole shoes were frozen. But I had to get in. So I forced my poor feet into frozen shoes. And yes, it did hurt. Two times: when I forced them in and when my toes warmed up again.
 
 The warming up didn’t take long as we started climbing immediately. We were on our way to the summit of Mount Whitney.
 We passed beautiful alpine lakes like Timberline Lake and the famous Guitar Lake and then started zigzagging up the mountain. The climb wasn’t that easy, full of big rocks and always close to the edge, at some places even too close. There wasn’t much snow and the two or three snowfields we had to traverse were easy. I was glad I didn’t bring an ice axe. We didn’t even use our microspikes. In total the whole climb sported three or four small stretches that were really dangerous and required some good nerves. I was more than thankful for the skills I learned while crossing the European Alps.
 In the end I managed the whole climb and got to the summit. And I did it on my own because Navigator shooted up the mountain and was well ahead of me.
 Arriving at the summit I had wonderful views and a Tortilla with honey. And of course a stable: M&Ms…
 Did I mention that I will run out of food pretty soon?!
 
 Today I summited Mt. Whitney. With 14505 ft the highest mountain in the United States except Alaska.
 Now I am tired and need to rest for Forester Pass, the highest point on the PCT.
 
 Regarding the beauty of nature I was allowed to see today the following photos might say more than a thousand words….
 
 
 Gestern lag ich falsch. Ich begann den Tag heute nicht mit nassen Schuhen. Ich begann den Tag mit gefrorenen Schuhen!
 
 Es war vier Uhr morgens als ich eine weitere Kleidungsschicht anzog. Es war viel zu kalt…
 Als es Zeit zum Aufstehen war, wollte ich meinen Schlafsack nicht verlassen. Meine Socken waren immer noch feucht von der Flussdurchquerung gestern. Navigator war schon bereit zum Losgehen als ich versuchte meine Schnürsenkel auszurichten. Irgendwie waren die etwas steif. Langsam bemerkte ich, dass meine Schuhe komplett gefroren waren. Aber ich musste rein. Also zwang ich meine armen Füße in meine gefrorenen Schuhe. Und ja, es tat weh. Zweimal sogar! Das erste Mal als meine Füße fast gefroren und das zweite Mal als sich meine Zehen wieder aufwärmten.
 
 Das Aufwärmen ließ nicht lange auf sich warten, da wir sofort mit dem Aufstieg begannen. Wir waren auf dem Weg zum Gipfel von Mount Whitney.
 Wir passierten wunderschöne alpine Seen wie den Timberline See und den berühmten Gitarren See und begannen dann den Aufstieg in Serpentinen am Berghang. Der Aufstieg war nicht einfach. Der Weg war schmal und wir mussten zum Teil über große Felsen klettern und das alles immer am Abgrund entlang. Manchmal zu nah am Abgrund…
 Die Schneefelder die wir überqueren mussten waren leicht und ich war froh, dass ich keine Eisaxt dabei hatte. Wir brauchten nicht mal unsere Microspikes.
 Insgesamt hatte der Aufstieg drei, vier sehr anspruchsvolle und gefährliche kurze Strecken, die es zu Meistern galt. Ich war froh über alles, was ich bei der Alpenüberquerung gelernt habe!
 Am Ende habe ich es irgendwie geschafft und erreichte den Gipfel. Und ich habe es alleine geschafft. Navigator ist den Berg hochgerannt und war weit vor mir. Nichts mit aufeinander warten an schwierigen Stellen…
 Auf dem Gipfel angekommen hatte ich wunderschöne Ausblicke und einen Tortilla mit Honig. Und natürlich einen Hiker-Standard: M&Ms…
 Habe ich schon erwähnt, dass mir demnächst das Essen ausgeht?!
 
 Heute habe ich Mt. Whitney bestiegen. Mit 4421 Metern der höchste Berg der USA außerhalb Alaskas.
 Jetzt bin ich müde und muss mich für Forester Pass ausruhen. Den höchsten Punkt auf dem PCT.
 
 Was die Schönheit der Natur betrifft, die ich heute sehen durfte, sagen die nachfolgenden Bilder wohl mehr als tausend Worte…
 
 
 

  
  
  
  
   
 
  
  
    

Whitney Summit – gewidmet meinen Freunden mit denen ich die Alpen überquert habe – Heidi aus Eisenach, Heidi, Manuela, Britta und Silke aus Brunsbüttel, Monika aus Detmold, Tamar und Arjan from the Netherlands, Rainer aus Kölle und Edi aus dem Allgäu

  

 
 

   
    

Guitar Lake

    
    
 

12 replies
  1. John Wilson
    John Wilson says:

    Congratulations on summiting the highest mountain in the lower 48 states!
    I know you will be on an emotional high, and your European friends will be just as proud of you; it’s a big accomplishment!

    Nun zu Forester Pass!

    Canada Goose

    Reply
  2. John Wilson
    John Wilson says:

    Durch die Art und Weise , waren Sie in der Lage zu Hause an Ihre Lieben vom Gipfel zu nennen? Wenn Sie waren , das muss etwas gewesen sein!

    Canada Goose

    Reply
    • lifetimetrails
      lifetimetrails says:

      Yes, it was. How about you?
      There’s Public transport to the region I am hiking in. How about joining me in Mammoth Lakes in about a week? Getting part of the experience?!
      Come on…

      Reply
  3. ellababe75
    ellababe75 says:

    Vielen Dank für deine Widmung! Ich bin stolz auf Dich und auch ein bisschen neidisch! Das sind so tolle Bilder, da kommen gleich wieder alle Erinnerungen zurück! Ich hoffe es war nicht so steil wie beim Simmilaungipfel! Ich frage mich wie es dir auf 4400 m so geht? Aber wahrscheinlich hast du dich in den Alpen gut vorbereitet das es für dich gar kein Problem gibt!
    Ich habe deinen Blog schon vermisst!
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß!

    Reply
    • lifetimetrails
      lifetimetrails says:

      Hi Ela,
      Die 4400 hab ich erstaunlicherweise kaum gemerkt. Liegt wohl daran, dass wir konstant höher unterwegs sind als gewohnt. In den Bergen auf über 3000 m und selbst hier in Bishop auf über 1000 m. ( und 40 Grad. Wahnsinn!) ich hatte einen Abend, an dem ich nichts essen konnte aber sonst keine Beschwerden. Hoffentlich bleibt es so…
      Bzgl. Widmung: ich finde wir waren eine super Truppe, bunt gemischt und es hat wahnsinnig Spaß gemacht. Das ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert…!!

      Reply
  4. Manuela Schoer
    Manuela Schoer says:

    Vielen Dank für deine Widmung!!!! Ich bin ein wenig neidisch und sehr beeindruckt von deinen Bildern und deinen Erlebnissen! Da kommen gleich alle Erinnerungen von unserer Tour wieder! Ich bin stolz auf Dich das du das alleine geschafft hast, bestimmt war der Edi in Gedanken bei Dir und hat Dir geholfen!
    Ich frage mich wie es dir so auf über 4400 m so geht? Die Alpenüberquerung hat dich bestimmt super vorbereitet für deine Tour, sodass du überhaupt keine Probleme hast!
    Ich hoffe der Gipfelaufstieg war nich so eisig und steil, wie der zum Simmilaungipfel!?
    Ich bin sehr beeindruckt von deiner Leistung! Das hast du super gemacht!!!!!

    Ich hatte schon ein wenig Entzugserscheinung weil ich so lange nichts von Dir gelesen habe! Umso mehr habe ich mich gefreut, als gestern so viele neue Mails gekommen sind!
    Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß und du schaffst das!

    Reply
    • lifetimetrails
      lifetimetrails says:

      Hi Ela,
      Der nächste Anschnitt wird wieder etwas länger. So sechs, sieben Tage bis ich wieder online bin.
      Und ja, ich bin froh, dass wir zusammen die Alpen überquert haben. Konnte bisher schon alles anwenden was wir gelernt haben: vom Balacieren auf Steinen bis hin zu Edis “einfach laufen”.
      Wie er uns gesagt gesagt hat gibt es in den Bergen keine Sicherheit und das wird einem hier oft sehr bewusst….
      Trotzdem ist es die Mühe wert und die Landschaft wunderschön…
      LG Sonja

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