22. June
 
 Onion Valley Trailhead to camp before Kearsage Pass
 
 Unknown mileage, a lot of climbing….
 
 I woke up in my comfortable motel bed and immediately realized that I had too much alcohol the night before.
 We had a beer with dinner at the brewery in Bishop and went to the Saloon afterwards to have another drink and play some pool.
 We met Ranger who is hiking with his son. We have been seeing them now and then since Big Bear.
 They were with a nice group of hikers, also Rattlesnake who we have met on trail the day before, and we joined them at the right time to get a Tequila from Ranger. He is a retired Colonel of the Army and very interesting company.
 I hope we will meet those guys again.
 
 Two Tequilas and approximately three beers later I was lying in my motel bed.
 That’s what I was feeling this morning.
 We hang around in the room for a while and then went to Schat’s bakkery for breakfast which was quite nice.
 Back at the motel we packed our backpacks and Paul had to repack my bearcan. He was better in fitting as much as possible into it.
 I still have an additional ziploc bag which is right now in my backpack under my feet and might attrackt all kinds of animals tonight…
 
 We took the bus back to Independence from where we tried to hitch to the trailhead. No car stopped for 45 minutes and so we went to the local motel. They offered a ride for 50 Dollar. I would have tried hitching for half a day instead of paying but Paul said yes and so we were driven up the mountain by the motelowner.
 
 With a very Heavy backpack (the next stretch will be at least six days, and this time we bought much more food) we started ascending towards the Pass.
 After a while we met Kristie the girl we hiked with before Idyllwild. What a surprise!
 She came down the mountain and after a quick Hello she started crying. She said she is done with the trail and will get back to Bishop where she stayed already for a week to have a break. No more thru-hiking for her.
 Navigator and I were a bit shocked. We had expected to never see her again because she was doing big mile days.
 
 Yes, the trail can be hard in many ways and we all have our moments… The biggest challenge is mental.
 I am glad I still see the beauty of nature and can be happy about a nice flower even while being exhausted during a hard climb.
 And I have some good reasons to be out here. There’s a lot that keeps me going every day. Good and bad things. The past and the future.
 And inbetween I try to enjoy the present. Out here I feel alive like I haven’t felt for years.
 And by the way it’s much better to move a heavy backpack around than an office chair…. 🙂
 
 
 Ich wachte in meinem komfortablen Motelbett auf uns stellte sofort fest, dass ich gestern zu viel Alkohol getrunken hatte…
 Wir hatten ein Bier zum Abendessen und sind danach noch auf ein weiteres Bier und eine Partie Pool in den Saloon.
 Dort trafen wir Ranger, der mit seinem Sohn wanderte. Wir trafen die beiden immer mal wieder hier und da seit Big Bear. Es war eine lustige Truppe, unter anderem auch Rattlesnake, den wir bereits tagsüber auf dem Trail getroffen haben, und wir kamen gerade richtig zu einer Runde Tequila gesponsert von Ranger.
 Er ist ein pensionierter Colonel der US Army und eine sehr interessante Gesellschaft. Ich hoffe dass ich die Jungs irgendwann wiedersehe.
 
 Zwei Tequila und ungefähr drei Bier später lag ich in meinem Motelbett.
 Das ist es was ich an diesen Morgen spüren konnte…
 Wir relaxten ein Weilchen in unserem Zimmer und gingen dann zu Schat’s Bäckerei zum Frühstück. Sehr lecker.
 Zurück im Motel packten wir unsere Sachen und Paul musste meinen Bärenkanister neu packen. Er konnte das irgendwie besser und es passt mehr rein.
 Ich habe trotzdem noch eine zusätzliche Ziploc-Tüte voller Essen, die aktuell unter meinen Füßen liegt und heute Nacht alle möglichen Tiere anlocken wird…
 
 Wir nahmen den Bus zurück nach Independence von wo aus wir versuchten zu trampen. Als nach 45 Minuten immer noch kein Auto angehalten hatte, gingen wie zum lokalen Motel, das anbot und für 50 Dollar auf den Berg zu fahren. Ich hätte für das Geld noch weiter versucht zu trampen aber Paul sagte ja und so fuhr uns der Motelbesitzer zurück zum Trail.
 
 Mit einem sehr schweren Rucksack (der nächste Abschnitt wird mindestens sechs Tage lang sein und dieses Mal haben wir mehr Essen eingekauft) machten wir uns an den Aufstieg zum Pass.
 Nach einer Weile trafen wir Kristie, mit der wir ganz am Anfang gelaufen waren.
 Sie kam den Berg herunter und nach einem ersten Hallo fing sie an zu weinen. Sie ist fertig mit dem Trail und wird zurück nach Bishop gehen, wo sie bereits eine Woche Pause gemacht hatte. Kein Thru-Hiking mehr für sie.
 Navigator und ich waren etwas geschockt. Wir hatten erwartet Kristie nicht mehr wieder zu sehen, da sie von Anfang an viele Meilen gelaufen ist.
 
 Ja, der Trail kann sehr hart sein, auf verschiedene Art und Weise und wir haben alle unsere Momente…
 Die größte Herausforderung ist mental.
 Ich bin sehr froh, dass ich immer noch die Schönheit der Natur sehe und mich selbst während eines anstrengenden Aufstiegs über eine schöne Blume am Wegesrand freuen kann.
 Und ich habe ein paar gute Gründe um hier draußen zu sein. Gute und schlechte. Die Vergangenheit und die Zukunft.
 Und dazwischen versuche ich das Hier und Jetzt zu genießen. Hier draußen fühle ich mich so lebendig wie seit Jahren nicht.
 Und übrigens ist es sehr viel besser einen schweren Rucksack zu bewegen als einen Bürostuhl… 😉
 
 
 

   
 

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