3. Mai – 5. Mai
 
 0 miles
 
 3. Mai:
 Today I have been to Dr. Bill a hiker friendly physical therapist in town. He had a close look at my knee and no good news for me. It could be a stress fracture of the bone which would pretty much end my hike because it takes forever to heal. It could also be sth else. He wasn’t too sure.
 Wednesday: appointment for a x-ray at the local health center. I booked the cabin until Friday to give my knee a long rest.
 Kristie and Paul, Phil and Steve left to go to Big Bear. I already started missing Paul who has become a real friend during the past days.
 We want to meet again in Big Bear if possible.
 So my plan is to do the x-ray, stay a couple more nights in Idyllwild and hitch to Big Bear on Friday.
 I will miss a 30 miles section of the trail. But that doesn’t matter to me right now if I can get back on the trail at all.
 Daniel is here until tomorrow. We have been to a fancy Italian restaurant. The highlight of my day!
 
 All I can do the next days is rest my leg and wait. It drives me crazy. Could this be an early end? What if…? So many thoughts…
 I don’t feel like it and I fight. I want to get back on trail!!
 
 4. Mai:
 Daniel had left early. Now I am alone for the first time of this trip. I feel a bit left behind. Still very helpless as I can walk only short distances under huge pain. I can feel a little progress in healing but if it goes on like this it will take me ages to get back on trail.
 Lots of time now to think about my own mistakes: Starting fast and not listening to my body, trying to be a part of the group.
 If I can ever get back on trail I will hike by myself. As fast and as far as I can. Seems like I had to learn it the hard way.
 
 I have been to the Health Center here in Idyllwild to get a x-ray of my knee. As always I was overwhelmed by the kindness of the people. Everyone wanted to get me back on trail.
 The x-ray showed no sign of a bone fracture. The doctor thinks the cause is a wrong hip placement. Who knows? I knew before that my body is not perfect. My right foot is bigger than the left one and the leg is longer.
 But I am still convinced it is some kind of overuse and inflammation.
 However, after meds I hobbled around town in a crazy style getting things at the supermarket and the pharmacy. (Yes, Paul is no longer here so I have to go by myself) After spending a huge amount of money for these additional days and med stuff I thought it doesn’t matter anymore and went for dinner to the Lumber Mill. After a Coke and a burrito I felt much better.
 Now it’s movie time…
 
 5. Mai:
 I thought this would be a day of rest on my own. I texted a lot with Paul making plans for the next days. He will wait for me in San Bernardino where I will go tomorrow and from there we’ll make our way to Big Bear.
 I am afraid of the journey because I still can’t rely on my right leg.
 Finally I met some other hikers here at Knotty Pines. A couple and Sean a very Ultra-light hiker.
 Funny the girl has been living in Germany not far from my home village. I chatted with them for some time but then went back to my cabin because it got chilly.
 They go out for dinner but I can’t join them. The last days have been expensive enough and I need to rest my leg for tomorrow.
 Here I am and feel like a caged animal. My PCT experience isn’t much about fun these days…
 
 

Knotty Pines – Sleepy Pine Cabin

 
  3. Mai:
 Heute war ich bei Dr. Bill, einem Physiotherapeuten, der sich hier auch um die Wanderer kümmert. Er ist selbst einen Teil des PCT gewandert und kennt die Sorgen und Nöte. Er hat sich mein Knie genau angesehen und hatte leider keine guten Neuigkeiten für mich. Mein Knie ist an sich in Ordnung und der Schmerz bei Belastung könnte von einer Stressfaktur des Knochens kommen. Das wäre so ziemlich das Ende meiner Wanderung, da die Heilung zu lange dauern würde. Um das abzuklären habe ich morgen einen Termin zum Röntgen im örtlichen Krankenhaus.
 Übrigens wurde ich von Dr. Bills Assistentin abgeholt, er hat mein Knie intensiv untersucht und mich gründlich nach der Entstehung des Schmerzes gefragt, er hat mein Knie mit Reizstrom und Eis behandelt, es getapt und mich hinterher persönlich zurückgefahren. Und das Ganze für 20 Dollar. Der normale reduzierte Preis für Wanderer ist 50 Dollar aber da er mir nicht richtig helfen konnte…
 Amerikaner sind wesentlich freundlicher und hilfsbereiter als ich gedacht hätte. Ich bin immer wieder überwältigt davon!
 
 Ich habe die Cabin bis Freitag gebucht. Kristie und Paul, Phil und Steve sind heute nach Big Bear aufgebrochen. Ich vermisse Paul bereits der mir in den letzten Tagen ein echter Freund wurde. Wir wollen uns in Big Bear treffen, wenn alles gut geht.
 Also mein Plan ist es jetzt erstmal das Röntgen abzuwarten und ein paar Tage in Idyllwild zu bleiben und meinem Knie Zeit zur Erholung zu geben. Am Freitag will ich dann wenn möglich nach Big Bear aufbrechen. Ich werde so 30 Meilen des Trails überspringen. Aber das ist mir jetzt egal, hauptsache ich kann überhaupt wieder weiter wandern.
 Daniel ist noch bis Morgen da. Wir waren heute Abend in einem schicken italienischen Restaurant. Das Highlight meines Tages!
 
 Die nächsten Tage kann ich nur abwarten und mein Bein ausruhen. Das macht mich verrückt. Ist meine Zeit auf dem Trail bereits zu Ende? Was wenn…? So viele Gedanken….
 Eigentlich fühle ich nicht so. Ich kämpfe. Ich will wieder auf den Trail!!
 
 4. Mai:
 Daniel ist bereits früh aufgebrochen. Jetzt bin ich allein. Zum ersten Mal auf dieser Reise. Ich fühle mich etwas zurück gelassen. Immer noch hilflos, da ich nur kurze Strecken unter Schmerzen laufen kann.
 Ich kann eine leichte Verbesserung fühlen allerdings wird es wohl ewig dauern, bis ich wieder zurück auf den Trail kann.
 Viel Zeit um über meine eigenen Fehler nachzudenken: der schnelle Start, dass ich nicht auf die Zeichen meines Körpers geachtet habe, dass ich ein Teil der Gruppe sein wollte…
 Falls ich je wieder auf den Trail kann, werde ich mein eigenes Tempo laufen und so weit wie ich es kann. Scheinbar musste ich das erst auf die harte Tour lernen….
 
 Ich war heute im Health Center hier in Idyllwild um mein Knie röntgen zu lassen. Wie immer war ich überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen. Jeder wollte mich zurück auf den Trail bringen.
 Das Ergebnis der Röntgenaufnahme war keine sichtbare Knochenfraktur. Die Ärztin meinte meine Knieprobleme kämen von der Hüfte. Naja, ich wusste bereits zuvor, dass mein Körper nicht perfekt ist. Mein rechter Fuß ist größer als der Linke und mein rechtes Bein ist auch länger.
 Ich denke immer noch, dass es einfach nur Überlastung ist. Ich bin jetzt stolzer Besitzer einer Kniebandage und nehme irgendwelche Tabletten gegen die Entzündung. Außerdem darf ich auch noch ein Antibiotikum herumtragen – just in case.
 Mein Erste-Hilfe-set nimmt langsam dramatische Ausmaße an!
 Nach dem medizinischen Teil des Tages bin ich stilvoll durch die Stadt gehoppelt und habe Besorgungen erledigt. Da Paul nicht mehr da ist und mich versorgt musste ich selbst ran.
 Nachdem ich unzählige Dollar für die zusätzlichen Tage und medizinisches ausgegeben habe, dachte ich darauf kommt es auch nicht mehr an und ging zum Abendessen ins Lumber Mill.
 Nach einer Cola und einem Burrito ging es mir besser.
 Jetzt genieße ich das amerikanische Fernsehprogramm!
 
 5. Mai:
 Ich dachte das würde ein einsamer Erholungstag werden. Ich habe viel mit Paul geschrieben um Pläne für die nächsten Tage zu machen.
 Er wird in San Bernardino auf mich warten von wo aus wir dann nach Big Bear weiterfahren. Ich habe etwas Angst vor der Reise, da ich mich immer noch nicht auf mein rechtes Bein verlassen kann.
 Schließlich habe ich doch noch andere Wanderer hier getroffen. Ein Pärchen und Sean ein Ultraleichtwanderer. Ich habe mich ein Weilchen mit Ihnen unterhalten bin aber dann wieder in meine Cabin, weil es kalt wurde. Das Pärchen hätte ich zum Abendessen in die Stadt begleiten können aber die letzten Tage waren teuer genug und ich muss mein Bein für Morgen ausruhen.
 Hier sitze ich und fühle mich wie ein eingesperrtes Tier.
 Meine Zeit auf dem PCT hat gerade nichts mit Spaß zu tun….
 
 
 

some planning and some fruit to stay healthy

goodbye beer with Daniel

6 replies
  1. BikeHikeSafari
    BikeHikeSafari says:

    Hello from the CDT. I hiked with Dr Bill last year. Hope you get better. I was off trail in mojave last year. It sucked that I was unable to hike with my friends. But I met many more great people. Get well.

    Reply
  2. Hannebber
    Hannebber says:

    Hallo Sonja, du hast ja schon sehr schöne und interessante Ding erlebt. Das es dich jetzt so erwischt hat und du sogar von abbrechen denkt finde ich sehr schade😳. Ich hoffe das du wieder fit wirst und dein Vorhaben verwirklichen kannst du du es schaffst.
    Viele liebe Grüße aus der Sonnigen Pfalz.
    S.F.

    Reply
    • lifetimetrails
      lifetimetrails says:

      Hallo Sascha,
      Vielen Dank für deine Wünsche. Ich arbeite daran wieder fit zu werden aber Geduld ist gerade nicht meine Stärke. Trotzdem: aufgeben ist nicht! Liebe Grüße aus BigBear

      Reply
  3. Heidi Schimanski
    Heidi Schimanski says:

    Liebe Sonja,
    ich kann mir ganz gut vorstellen wie es dir zur Zeit geht. Aus der Entfernung Trost und Zuversicht zu spenden ist nicht einfach, aber vielleicht muntert dich die Weisheit eines klugen Menschen auf, der sagt: …im Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende. Also in diesem Sinne, es wird …..

    Liebe Grüße Heidi

    Reply

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *